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Gemeinsame Arbeit macht Riesenspaß
zuletzt aktualisiert am 21.04.2010 von Ingeborg Klages
Groß-Zimmern (ula). „Uff, den pack ich wohl doch nicht“, stöhnt eine junge Frau, einen Schubkarren mit Erdaushub schiebend. Rasch eilt ein Vater zur Hilfe, gemeinsam klappt es. Diese Geste ist symptomatisch für das Projekt an der Schule im Angelgarten (SiA) und der Albert-Schweitzer-Schule (ASS).
© Foto Friedrich: Gemeinsam stemmen die Kinder ungeahnte Lasten - das macht glücklich
Um die lang ersehnte Umgestaltung des Außengeländes beider Schulen in die Tat umzusetzen, mussten viele an einem Strang ziehen. Schüler, Lehrer, Eltern- und Großeltern verwandelten sich am Freitag und Samstag in Landschaftsgärtner und Bautrupps, um mit vollem Krafteinsatz eine Spiel- und Erholungslandschaft anzulegen, von der die 925 Schüler profitieren werden.
Auch Politik und Behörden spielten bei Finanzierung, Planung und Genehmigungsverfahren mit – hier hieß das Zauberwort „Soziale Stadt“.
200 Helfer wuseln am Freitag umher, und noch einmal 120 am Samstag
© Foto Friedrich: Schneidig zerlegen die Kinder das Trennband und eröffnen damit das grüne Klassenzimmer zwischen den zwei Schulen.
Vor vier Jahren hat Jugendpfleger Tom Hicking das Bund-
Länder-
Programm zur Städtebauförderung kennen gelernt und als Idee nach Zimmern importiert. Mit Erfolg: Für Planung und Material der Schulhofumgestaltungen kamen das Land Hessen, der Bund und an Stelle der Gemeinde der Kreis als Schulträger zu je einem Drittel auf – die Umsetzung erfolgte in einer gigantischen Aktionin Selbsthilfe. „
Es ist faszinierend: Eigentlich geht nichts, aber wenn sich alle zusammentun, geht’s dann doch“, sagte Hicking begeistert. 200 Helfer wuseln am sonnigen Freitag umher, schippen, schleppen, harken, roden, bewegen. Am Samstags sind weitere 120 Helfer dabei
Auch Helmut Buch, Schulleiter der ASS, findet die Resonanz beim Arbeitseinsatz überwältigend: „
Das ganze hier wurde zum Selbstläufer.“ Die Fördervereine beider Schulen stemmen Teile von Organisation und Bewirtung. Zwei Pädagoginnen der ASS verzichteten zu ihrem Geburtstag auf Geschenke und sammelten stattdessen Spenden, um eine Megaportion Minestrone beim Küchenteam des Deutschen Roten Kreuzes für alle Helfer zu ordern.
Eltern lassen die Freizeit am Wochenende sausen, Lehrer tauschen Federhalter und Lehrbücher gegen Schaufeln und Pickel. „
Hier herrscht ein toller Gemeinschaftssinn“, sagt Astrid Geiß, Schulelternbeiratsvorsitzende der SiA begeistert. „
Die Eltern beider Schulen kommen zusammen, jeder packt da an, wo Hilfe gebraucht wird.“ Weil alle emsig arbeiten wie die Wichtel, können am Samstag Zusatzaufgaben mitgemacht werden: Ein trüb brauner Holzbau der Angelgartenschule wird so nebenbei in flottem Blau getüncht.
Goßmann: „Haben eine tolle Schulgemeinde.
Auch Helmut Buch, Schulleiter der ASS, findet die Resonanz beim Arbeitseinsatz überwältigend: „
Das ganze hier wurde zum Selbstläufer.“ Die Fördervereine beider Schulen stemmen Teile von Organisation und Bewirtung. Zwei Pädagoginnen der ASS verzichteten zu ihrem Geburtstag auf Geschenke und sammelten stattdessen Spenden, um eine Megaportion Minestrone beim Küchenteam des Deutschen Roten Kreuzes für alle Helfer zu ordern.