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Kooperative Gesamtschule des Landkreises Darmstadt-Dieburgin Groß-Zimmern
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Darmstädter Echo
vom 29.04.10

Klaus Holdefehr

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Eltern sorgen für schöne Schulhöfe
zuletzt aktualisiert am 22.04.2010 von Ingeborg Klages
Neugestaltung: In Groß-Zimmern engagieren sich viele Hände für ein besseres Umfeld - Förderverein verköstigt 150 Helfer

,,Ohne Beteiligung der Eltern und ohne Einbindung in das Programm Soziale Stadt wäre eine so umfassende Neugestaltung der Schulhöfe heute gar nicht mehr möglich", versichert Helmut Buch, Leiter der Groß-Zimmerner Albert-Schweitzer-Schule, beim Rundgang über die Baustelle. Pinsel und Farbe hier, Hacken und Spaten da, und um die großen Findlinge ist auch schweres Gerät in Form von Bagger und Radlader im Einsatz.

Bis zu 150 Eltern und andere Groß-Zimmerner Bürger haben sich an diesem Tag am Arbeitseinsatz rund um das Schulzentrum engagiert, und auch Buchs Kollegin Martina Gossmann, Chefin der Schule im Angelgarten, schaut nach dem schweißtreibenden Arbeitseinsatz richtig glücklich drein. ,,Man sieht ja deutlich, wie die Kinder das alles annehmen und das angenommen haben, was in der ersten Bauphase schon geschaffen worden ist - wie zum Beispiel das Trampolin hier nebenan." Und die Pädagogin zeigt sich auch begeistert über den Einsatz der Eltern und des Schulfördervereins, ,,der diese 150 Helfer verköstigt hat. Die Schulen haben keinen Etat für ein solches Projekt, allein vom Schulträger her ist so etwas nicht denkbar."

Martina Brohm, Mutter zweier Schulkinder, ist schon seit 14 Uhr im Einsatz, zuerst am Beton, schippt immer noch fleißig Rindenmulch und scheint sich auf den morgigen Muskelkater fast zu freuen. ,,Meine Kinder haben ja was davon", sagt sie. Und auch Schulkinder schaffen mit - wie etwa Adrian Peter ,,Als erstes habe ich geschaufelt", verrät er schnaufend. Jetzt fährt er mit der Schubkarre Rindenmulch unters große Klettergerüst im südlichen Schulhofbereich. ,,Ich mag arbeiten", sagt er zur Erklärung für sein Engagement.

© Foto Klaus Holdefehr: Vollen Einsatz haben Eltern und auch Schüler jetzt an zwei Tagen bei der Neugestaltung des Außengeländes um die Groß-Zimmerner Albert-Schweitzer und Schule im Angelgarten gezeigt.

Die Planung mit Hügeln und Wegen, Plattformen und Felsen, einem großen Kombi-Klettergerüst und einem Klassenzimmer im Grünen stammt von einem Fachbüro mit entsprechender Erfahrung, das Konzept mit Bürgerbeteiligung aus dem Repertoire der Sozialen Stadt, und aus dem sozialpolitisch orientierten Städtebauprogramm von Bund und Land stammt auch das meiste Geld - nämlich rund 150 000 Euro.

Vom Feierabend auf der Arbeitsstelle zum Arbeitseinsatz auf der Baustelle ist Raoul Lucena geeilt. Er findet die Aktion ,,richtig super" und schafft gerne mit, ,,weil meine Kinder auf der Angelgartenschule sind".

Gegen Ende des ersten Arbeitstages bilanziert Schulleiter Buch: ,,Der Einsatz war groß. Das Wetter ist toll, der Erfolg gibt uns Recht, heute ist mehr geschafft worden als geplant, so dass morgen vielleicht die Arbeit gar nicht mehr reicht." Die Zeiten der üppigen Spenden von HSE-Stiftung und Fraport beispielsweise seien inzwischen vorbei, ,,und als Schulleiter bin ich sehr froh und dankbar, dass sich hier die Eltern in diesem hohen Maße engagieren für die Schule ihrer Kinder".

Zum Ende des zweiten Arbeitstages tauchen dann der Groß-Zimmerner Bürgermeister Achim Grimm (CDU) und der Kreisschuldezernent Christel Fleischmann (Grüne) auf. Weil der sich für 17 Uhr angesagt hatte und auch nicht für eine Vorverlegung zu erreichen war, wird der Arbeitseinsatz bis 17 Uhr gedehnt. Es gibt ein Dankeschön der Schulkinder, ein paar Ansprachen, indem auch noch mal zur Sprache kommt, dass in diesem Fall der Kreis den Drittel-Anteil der Gemeinde im Programm Soziale Stadt übernimmt, alle finden alles toll, und die Schulkinder dürfen schließlich symbolisch ein weißes Band zerschnippeln.