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Kooperative Gesamtschule des Landkreises Darmstadt-Dieburgin Groß-Zimmern
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Darmstädter Echo
vom 23.03.10

Klaus Holdefehr

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Eltern gestalten Hof für zwei Schulen
zuletzt aktualisiert am 22.04.2010 von Ingeborg Klages
Soziale Stadt: Trainees der Fraport helfen in Groß-Zimmern, eine Grube für die Montage eines Trampolins auszuheben
© Foto Klaus Holdefehr: Muskelkraft spendeten Fraport-Trainees, um mit Eltern das Freigelände um Albert-Schweitzer- und Angelgartenschule in Groß-Zimmern umzustalten und eine rechteckige Grube für ein Trampolin auszuheben. Foto: Klaus Holdefehr

Sie graben ein rechteckiges Loch, und sie wirken noch kein bisschen müde: Ein gutes Dutzend Trainees der Fraport AG war kürzlich in der Groß-Zimmerner Angelgartenschule im Einsatz, um das Gelände neu zu gestalten. Auch die Eltern wurden in dieses Projekt des Programms ,,Soziale Stadt" einbezogen. Am Tag nach einer Versammlung zum weiteren Vorgehen nahmen sie mit ihren Kindern das neue Trampolin in Augenschein, für April steht ein großer kollektiver Arbeitseinsatz an.

Das Projekt hat im Grunde schon vor einem Jahr begonnen - mit ersten Überlegungen, wie das Umfeld von Angelgarten- und Albert-Schweitzer-Schule attraktiver werden könnte. Zwar hat es mit Unterstützung verschiedener Spender schon 2006 und 2007 Aufwertungen gegeben. Aber erste das Programm ,,Soziale Stadt" mit seiner Zwei-Drittel-Förderung durch Bund und Land bot der Gemeinde Groß-Zimmern die materiellen Voraussetzungen für einen großen Wurf. Dabei übernimmt sogar noch der Landkreis als Schulträger das finanzielle Gemeinde-Drittel.

Mobilisierung und Partizipation sind zwei Begriffe, die sich durch alle Maßnahmen des Programms ziehen. Die Vorgabe lautet: ,,Die Schulhöfe werden an den Schüler-, Eltern- und Lehrerinteressen ausgerichtet." Und weiter: ,,Mit der Gestaltung der Schulhöfe geht auch deren Öffnung für die Bürger Groß-Zimmerns einher. Die Schulen werden dadurch auch außerhalb der Schulzeiten in den alltäglichen Sozial- und Lebensraum der Bürger integriert."

Vorgesehen sind unter anderem ein Fußballfeld mit Toren, Bänke, ein Kletterstein, Aussichtspodeste, ein Sitz-Atrium, ein Kombispielgerät, eine Spielwiese und eben ein Trampolin. Das soll mit dem Bodenniveau abschließen, und deshalb musste erst einmal eine 50 Zentimeter tiefe Grube ausgehoben werden.

Die Trainees der Fraport um ihre Chefin Alexandra Kömpel konnten dabei unter Anleitung des Pädagogen Bernd Wehner ihre Teamfähigkeit und ihre soziale Kompetenz trainieren. Der körperliche Einsatz für soziale Projekte ist mittlerweile Standard, der Kontakt nach Groß-Zimmern kam über das Planungsbüro Burghammer zu Stande, das auch in Sinntal plant, wo die Fraport-Trainees 2009 im Einsatz waren.

Lutz Perkitny beaufsichtigte für die Landschaftsplaner die Arbeiten auf dem Gelände, zückte den Zollstock, forderte gnadenlos weitere zehn Zentimeter Tiefe. Am Abend waren auch die geschafft, saß das Trampolin versenkt in der Grube, waren Kinder und Eltern zufrieden.

Zuvor hatte Landschaftsarchitekt Burghammer mit Perkitny die Elternbeiräte über die geplanten Baumaßnahmen informiert. Insbesondere ging es um das Bauwochenende am 16. und 17. April.

Die zentrale Botschaft lautete: ,,Alle müssen anpacken und richtig schuften. Und Sie werden hinterher vielleicht auch Schwielen an den Händen haben. Aber das gehört dazu. Und genauso gehört es dazu, dass wir zusammen essen, trinken und Spaß haben."

Zwar ist der Generalplan schon fertig, aber noch an diesem Informationsabend wurde ein Detail der Planung aufgrund eines Elternwunsches kurzerhand verändert. So werden die geplanten Haselsträucher wegen ihrer Wirkung auf Allergiker gestrichen und durch Felsenbirnen ersetzt. Gebaut werden nun im April eine Kletter-Spiel-Kombination auf einem Felsen aus Grünsandstein, mit Aufstiegsmöglichkeiten aus Herkulestauwerk und Stammbrücken aus Eichenkernholz; weiterhin eine steinerne Zuschauertribüne für den Bolzplatz, ein sechs Tonnen schwerer Kletterstein, verschiedene Aufenthaltspodeste aus Eichenkernholz, ein Freiluftklassenzimmer aus einer Holz-Stein-Kombination.