A l b e r t - S c h w e i t z e r - S c h u l e
Kooperative Gesamtschule des Landkreises Darmstadt-Dieburgin Groß-Zimmern
Login
suchen
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829


 
Darmstädter Echo
vom 31.05.2010

rj

Startseite / obere Navigation / Presse / presse09-10-Zypries-H8

Hauptschüler fragen, Abgeordnete antwortet
zuletzt aktualisiert am 01.06.2010 von Ingeborg Klages
Politik: Reger Austausch in Groß-Zimmern mit früherer Justizministerin Brigitte Zypries
Eine kleine Klasse, eine engagierte Referendarin, eine Bundestagsabgeordnete mit Bodenhaftung; heraus kommt - mit etwas Glück - ein munteres Gespräch über Politik und Gerechtigkeit. Am Freitag jedenfalls passte alles, als Referendarin Saskia Schmidt die frühere Justizministerin und jetzige Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries (SPD, Darmstadt) in ihrer siebten Hauptschulklasse begrüßen konnte.

Aber Moment: Ist das wirklich eine Hauptschulklasse? Schon mit 13 Jahren wissen sie, wie man Abgeordnete wird, reden über Gerechtigkeit, kennen die meisten der 16 Bundesländer, haben auch schon eine Ahnung von Europa und der EU, obwohl das erst in der achten Klasse dran ist.

Gut vorbereitet, gibt's manche clevere Frage, wie: Warum sind sie Politikerin geworden? Zypries: ,,Weil ich ein bisschen Macht wollte, damit die Welt so und so aussieht." Oder: Was war ihr längster Arbeitstag? ,,Bei der Computerumstellung vom Jahr 1999 auf 2000, weil Experten ein riesiges Problem befürchteten."

Im Plauderton erfahren die Schüler, dass ihr Gast mit 13 Jahren Klassensprecherin war, später Schul-, dann Stadt- und Landesschulsprecherin - was anerkennendes Murmeln auslöst. Und als sie dann auf eine Frage auch noch schildert, dass sie schon mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen hat, ja schon mehrmals, kommt so etwas wie Bewunderung auf.

Nur um die zwanzig Schüler bilden diese ,,super-gute siebte Klasse", wie die Referendarin lobt. ,,So kann man gut unterrichten", erklärt Schulleiter Helmut Buch. ,,Aber wenn nur zwei, drei der Elternpaare aus Groß-Zimmern wegziehen, kämen wir unter die Mindestgröße und müssten aus zwei eine Klasse machen. Mit allen Nachteilen."

Derlei Einblicke sind es, die für die frühere Ministerin solche Besuche lohnend machen, auch wenn Groß-Zimmern knapp neben ihrem Wahlkreis liegt. ,,Und wenn ihr weiter so fleißig seid", versprach Brigitte Zypries zum Abschied unter Applaus, ,,dürft ihr mich in Berlin besuchen und ich zeige euch den Bundestag."