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Pr11-12-Infoabend2011
ASS steht für ``Außergewöhnlich schöne Schule´´
zuletzt aktualisiert am 28.11.2011 von Gero Sterzik
Groß-Zimmern (bea) Sie taucht auch in diesem Jahr beim Informationsabend der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) wieder auf, die Frage, ob Schüler aus anderen Gemeinden außerhalb von Groß-Zimmern auch zuverlässig einen Platz an der kooperativen Gesamtschule erhalten werden. Ganz offensichtlich ist die Groß-Zimmerner Schule mit den Klassenstufen fünf bis zehn mit ihrem G9-Angebot (die Schüler werden in neun Jahren bis zum Abitur herangeführt und nicht in acht Jahren, wie mittlerweile an den meisten Schulen) auch für viele Eltern aus anderen Ortschaften, hauptsächlich für die Dieburger attraktiv.
Schulleiter Helmut Buch gibt sich am Donnerstagabend Mühe, Ängste zu zerstreuen. „Das Kultusministerium hat uns vier Gymnasialklassen genehmigt und in den vergangenen Jahren haben alle Schüler, die auf unsere Schule wollten, auch einen Platz erhalten“. Buch widerspricht auch Gerüchten, dass Zimmerner Kinder nicht bevorzugt aufgenommen werden. „Schüler aus Groß-Zimmern dürfen wir gar nicht ablehnen, aber auch Dieburger haben wir in der Vergangenheit keine abgewiesen“.
Für die Groß-Zimmerner Schule hat vorher die Leitung der Gesamtschule geworben. Als „Außergewöhnlich schöne Schule“ übersetzt die pädagogische Leiterin der Schule Bärbel Tippe die Abkürzung ASS, die in der Regel für die Schule verwendet wird. Die Vorteile der Schule haben die Lehrer vorher ganz sachlich dargestellt, besonders ging es ihnen um die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulformen, auch zwischen Förderstufe und Gymnasium, die seit der Rückkehr zu G9 inzwischen wieder gegeben sei.
Sehr überrascht reagiert ein Vater, als Tippe erklärt, dass nur sehr wenige Schüler eines Jahrgangs den Übergang zum Gymnasium schafften, höchstens ein Handvoll pro Schuljahr. „Die Kollegen in der Grundschule kennen die Kinder nach vier Jahren gut, ihre Empfehlungen für die Einstufung sind fast immer richtig“, so erklärt die pädagogische Leiterin das Beharren von Schülern in der einmal gewählten Schulstufe.
Etliche Fragen haben die Eltern von Schülern, die im nächsten Schuljahr von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln, schon während des Vortrags. Nach einer zweiten Fremdsprache für Haupt- und Realschüler wird Ingeborg Klages gefragt. „Es kann Französisch gewählt werden oder Arbeitslehre“, so die Antwort.
Alle vortragenden Lehrer der Gesamtschule werben darum, die Kinder bei der Einstufung in eine bestimmte Schulform nicht zu überfordern. „Es kann ja nichts passieren, wenn mein Kind nicht auf die richtige Schule geht und dann eventuell vom Gymnasium auf die Realschule wechseln müsse“, so der stellvertretende Schulleiter Jürgen Köbler. Das sei aber Täuschung, „wenn ein Kind durch die vorherige Überforderung so die Lust an der Schule verloren hat, dass es dann auch auf der Realschule die Leistung nicht mehr bringt, zu der es eigentlich fähig ist, so ist das ein großer Verlust“.
Auch Klages warb bei den Eltern dafür, ihre Kinder aus Ehrgeiz nicht zu überfordern. „Unser Bildungssystem heute hat eine große Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulstufen, so gehen 60 Prozent der Realschüler nach dem Abschluss der zehnten Klasse auf das Gymnasium. Zudem ist es für manche Schüler besser, einen Umweg zu gehen, wenn sie noch nicht so weit sind. Auch nach dem Absolvieren einer Lehre kann immer noch über Fort- und Weiterbildungen nachgedacht werden“.
Mehr Informationen zur Albert-Schweitzer-Schule können sich Eltern auch am Samstag, dem 3. Dezember verschaffen. Da stellt sich die kooperative Gesamtschule ganz lebendig mit einem Tag der offenen Tür von 9 bis 12 Uhr vor.